Kleine Immunsysteme an die Hand nehmen

Kleine Immunsysteme an die Hand nehmen

Mit einem gesunden Immunsystem, das erfolgreich Infektionen abwehrt und Allergien wenig Chancen bietet, sind Kinder gut vorbereitet für vielfältige Erfahrungen, mit denen ihre Widerstandskraft wächst. Für die Entwicklung des Immunsystems spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Jede Erfahrung führt zu mehr Widerstandskraft. Und wer viel Widerstandskraft besitzt, kann allerlei neue Erfahrungen sammeln. Welche Erfahrungen Eltern ihren Kindern zutrauen können, hängt auch davon ab, wie stark das kindliche Immunsystem schon ausgebildet ist. Dieses entwickelt sich nach der Geburt stetig weiter. Kinder werden widerstandsfähiger, sobald neue Erfahrungen das Immunsystem herausfordern.(1)

Entwicklung des Immunsystems.jpg

Der Darm – Die Zentrale des Immunsystems


70 % der Immunzellen befinden sich im Darm.(2) Eine gesunde Darmflora ist die Basis für ein gesundes Immunsystem.(3) Daher sind die Zusammensetzung und die Reifung der Darmflora fundamental für die Entwicklung des Immunsystems.

Darm_Zentrale des Immunsystems.jpg

Für die langfristige Gesundheit ist die Ausbildung und die Aufrechterhaltung der Darmflora insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter essenziell.(4) Die Darmflora gesunder gestillter Kinder befindet sich in einem Gleichgewicht (Homöostase), nützliche Bifidobakterien dominieren typischerweise. Ein Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose) kann z. B. in der frühen Kindheit durch Kaiserschnitt oder den Einsatz von Antibiotika entstehen. Potenziell pathogene Keime wie Clostridien können sich dann vermehren. Eine Dysbiose im Säuglingsalter wird mit verschiedensten Erkrankungen im späteren Leben in Verbindung gebracht: allergische Erkrankungen, Asthma, metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen, Übergewicht.(5)

Darmflora_Gleichgewicht_Ungleichgewicht.png

Die Ernährung – wichtig für die Entwicklung des Immunsystems


Immunzellen entwickeln sich bereits im 1. Trimester der Schwangerschaft. Einige dieser Zellen durchlaufen in dieser Zeit enorme Phasen der Reifung, beispielsweise um die Fähigkeit zu erwerben, spezifische Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen. Nach der Geburt lernt das Immunsystem, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Die Ernährung hat dabei eine besondere Bedeutung. Eine unausgewogene Ernährung und ein Mangel an bestimmten Nährstoffen während dieser kritischen ersten Monate kann die Entwicklung des Immunsystems negativ beeinflussen. Dadurch kann die Anfälligkeit für Allergien, Autoimmunoder chronische Entzündungskrankheiten im späteren Leben steigen. Es ist also wichtig, die Entwicklung des kindlichen Immunsystems schon früh im Leben positiv zu unterstützen. In den ersten Monaten bietet Muttermilch die beste Unterstützung für Babys Immunsystem. Nach dem Stillen liefert Aptamil Folgenahrung mit den Vitaminen A, C und D wertvolle Nährstoffe, die zu einem gesunden Immunsystem beitragen.

Quellen

1. Wopereis H, et al. 2014. Pediatr Allergy Immunol 25: 428-38.

2. Furness JB, et al. 1999. Am J Physiol 277: G922-8.

3. Martin R, et al. 2010. Benef Microbes 1:367-82.

4. Petersen C, Round L 2014. Cellular Microbiology 16(7):1024-1033.

5. Carding S, et al. 2015. Microbial Ecology in Health & Disease 26:26191.