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Schlüsselfaktoren für die Entwicklung eines gesunden Immunsystems – Der neue Weg der Allergieprävention


Immer wichtiger: Allergieprävention im Säuglingsalter

Allergische Erkrankungen breiten sich weiter aus – immer mehr Menschen bekommen Nahrungsmittelallergien, atopische Dermatitis, allergische Rhinitis und allergisches Asthma. Man schätzt die Prävalenz weltweit auf 30 bis 40% (Pawankar, et al. 2011). Auch Säuglinge sind von diesem Trend betroffen und leiden besonders unter den Symptomen von Nahrungsmittelallergien (Vandenplas, et al. 2014).

Um diesem Trend entgegenzuwirken, sucht die aktuelle Forschung nach neuen Wegen, das Risiko einer Allergieentstehung zu verringern. Dies ist besonders in den ersten 1.000 Lebenstagen wichtig, denn in dieser Zeit entwickelt sich die Darmflora und es werden grundlegende Weichen für die gesamte spätere Gesundheit gestellt (God frey, et al. 2010).

Optimale Bedingungen für orale Toleranz schaffen

Die Exposition des Säuglings mit Allergenen aus der Umwelt (z.B. aus der Nahrung) ist wichtig und führt zur Entwicklung allergenspezifischer Immunantworten (Alexander & Cabana 2010). Bei reduzierter Exposition kann das Immunsystem nicht lernen, adäquat mit Allergenen umzugehen, was zu einem allgemeinen Anstieg der Nahrungsmittelallergien beitragen kann (Brooks, et al. 2013).

Nahrungsmittelallergien entstehen bei unzureichender oraler Toleranz, d.h., wenn das darmassoziierte Immunsystem (engl. gut-associated intestinal lymphoid tissue – GALT) ein Fremdeiweiß nicht toleriert, sondern versucht es zu bekämpfen (Nowak-Wegrzyn & Chatchatee 2017).

Eine Reihe von Studien konnte zeigen, dass die Ausbildung der oralen Toleranz durch eine geeignete Nahrungsauswahl im Säuglingsalter gefördert werden kann, beispielsweise durch die Kombination einer niedrigen Menge an Kuhmilchallergenen mit Prebiotika (Flohr & Mann 2014, Wal 2002). Durch die Ernährung können damit optimale Bedingungen geschaffen werden, die eine normale Toleranzentwicklung ermöglichen. D.h., das Immunsystem stuft Allergene aus der Umwelt als harmlos ein. Damit kann eine Allergie – eine überschießende Immunreaktion – verhindert werden.

Schlüsselfaktoren für ein gesundes Immunsystem

Der Darm ist die Zentrale des Immunsystems: Er beinhaltet 70% aller Immunzellen (Furness, et al. 1999). Zudem besiedeln etwa 100 Billionen Bakterien den Darm, die mit den Immunzellen interagieren und zusätzlich die zentrale Rolle unterstreichen. Insbesondere die Ernährung spielt bei der Zusammensetzung der Bakterien in der Darmflora eine wichtige Rolle (West, etal. 2015). Eine gesunde Darmflora zählt daher zu den wichtigsten Faktoren für die Reifung des Immunsystems (Wopereis, et al. 2014). Sie steht in Verbindung mit der Gesundheit im weiteren Lebensverlauf, beispielsweise mit einem geringeren Risiko, Allergien zu entwickeln (Molloy, et al. 2013). Denn eine ausgeglichene Darmflora fördert die Etablierung und das „Training“ gesunder Immunreaktionen (Abrahamsson, et al. 2012). In Studien zeigte sich, dass eine verzögerte Entwicklung der Darmflora die Entwicklung der oralen Toleranz beeinträchtigen kann (Prescott 2015).

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Faktoren, die das Allergierisiko beeinflussen

Das Risiko, im Laufe des Lebens eine Allergie zu entwickeln, ist von mehreren Faktoren abhängig. Einen großen Einfluss hat die genetische Disposition. Sie ergibt sich aus der Anzahl der direkten Verwandten des Neugeborenen, die bereits eine Allergie haben (Muche-Borowski, et al. 2009).

Weiterhin können äußere Faktoren, wie Kaiserschnitt, Antibiotikabehandlung und Luftverschmutzung, das Allergierisiko erhöhen (siehe Kasten). Sie beeinträchtigen die bakterielle Zusammensetzung der Darmflora und bringen sie aus dem Gleichgewicht (Dysbiose). Dieses Ungleichgewicht entsteht durch eine geringere Anzahl von positiven Bakterien, wie z.B. Bifidobakterien (Azad, et al. 2015, Kirjavainen, et al. 2002).

Beispielsweise liegt bei kaiserschnittentbundenen Säuglingen häufig eine geringere Vielfalt (Diversität) und eine geringere Anzahl von Bifidobakterien vor (Clarke, et al. 2014). Auch wenn bei Kaiserschnittkindern nach etwa ein bis zwei Monaten eine gewisse „Aufholentwicklung“ im Sinne einer höheren Stabilität und Diversität der Darmflora stattfindet, kann diese frühe Dysbiose langfristig die Gesundheit beeinflussen. Die Folgen können ein erhöhtes Risiko für Asthma, Ekzeme, Allergien und chronische Immunerkrankungen im späteren Leben sein (Munyaka, et al. 2014, Sevelsted, et al. 2015).

Faktoren, die die Darmflora beeinflussen können (Prescott 2013, Kim, et al. 2014,

Azad, et al. 2015)

  • Ernährung (Muttermilch oder Formulanahrung)
  • Gestationsalter
  • Art der Geburt (vaginal oder Kaiserschnitt)
  • Einsatz von Antibiotika
  • Luftverschmutzung
  • Art und Zeitpunkt der Beikosteinführung

Frühkindliche Ernährung beeinflusst die Entstehung von Allergien

Im Zusammenhang mit der Darmflora und dem Immunsystem spielt die frühkindliche Ernährung eine Schlüsselrolle (Lozupone, et al. 2012). Muttermilch ist die beste Ernährung für Neugeborene und versorgt das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen (WHO 2017). Gestillte Säuglinge profitieren von der allergiepräventiven Wirkung der Muttermilch, denn sie führt schon wenige Tage nach der Geburt zu einer Dominanz von wünschenswerten Bifidobakterien (Yoshioka, et al. 1983) und fördert eine effektive Darmbarriere und orale Toleranz (Munblit & Verhasselt 2016, Tawia 2015).

Die protektiven Eigenschaften der Muttermilch entstehen durch eine Vielzahl ihrer Inhaltsstoffe. Die aktuelle Forschung zeigt, dass insbesondere die hohe Diversität und die Menge an unverdaulichen Oligosacchariden und Bakterien die Ausbildung einer gesunden Darmflora fördern (siehe Kasten) (Walker & Iyengar 2015).

Oligosaccharide in der Muttermilch

Muttermilch enthält eine hohe Diversität (mehr als 1.000 unterschiedliche Typen) und eine hohe Menge (1–1,2 g/100 ml) an Oligosacchariden (Boehm & Stahl 2003, Boehm & Stahl 2007, Kunz, et al. 2000).

Was sind Prebiotika?
Ballaststoffe, die das Wachstum positiver Bakterien im Darm fördern (adaptiert nach Gibson, et al. 2017).

Was sind Probiotika?
Nützliche Mikroorganismen, die sich im Darm ansiedeln (adaptiert nach FAO/WHO, 2011).

Was sind Synbiotika?
Eine Kombination aus Pre- und Probiotika mit synergistischem Effekt auf das Wachstum positiver Bakterien im Darm (adaptiert nach Gibson & Roberfroid 1995).

Synbiotische Säuglingsnahrung reduziert die Häufigkeit allergischer Symptome

Da eine gesunde Entwicklung der Darmflora wichtig für die spätere Gesundheit ist, wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt, die Darmflora von Säuglingen positiv zu beeinflussen. Zu diesen Konzepten gehören beispielsweise Pre- und Probiotika (zusammen Synbiotika).

Die neue Aptamil HA Anfangsnahrung enthält SYNEO – die einzigartige, synbiotisch wirksame, patentierte Kombination aus Pre- und Probiotika

Die Prebiotika in Aptamil PROSYNEO HA Anfangsnahrung setzen sich aus der einzigartigen und patentierten Mischung GOS/FOS (9:1) aus 90% Galacto-Oligosacchariden (GOS) und 10% Fructo-Oligosacchariden (FOS) zusammen. Diese Ballaststoffmischung konnte in mehr als 30 Studien und 50 Publikationen eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Effekten zeigen, darunter einen bifidogenen Effekt ähnlich dem der Muttermilch (Haarman & Knol 2005), einen positiven Einfluss auf die mukosale Immunität in Form von erhöhten sIgA-Werten im Darm (Scholtens, et al. 2008) und ein geringeres Risiko, eine Allergie zu entwickeln (Moro, et al. 2006, Arslanoglu, et al. 2008, Arslanoglu, et al. 2012).

Die probiotische Komponente in Aptamil PROSYNEO HA Anfangsnahrung ist das Bifidobakterium breve M-16V – ein Bakterienstamm, der ursprünglich aus dem Stuhl von gesunden, gestillten Säuglingen isoliert wurde und dessen effektives anti-allergisches Potential gezeigt werden konnte (Hougee, et al. 2010).

GOS/FOS 9:1 imitieren das Verhältnis von kurz- zu langkettigen Oligosacchariden in der Muttermilch.

Weiterhin enthält die neue Aptamil PROSYNEO HA Anfangsnahrung ein Protein- Hydrolysat, das bei Säuglingen mit hohem Allergierisiko zu einer geringeren Sensibilisierung führt und zur oralen Toleranzentwicklung beiträgt (Boyle, et al. 2016a).

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Klinische Untersuchungen zeigen, dass die im neuen Aptamil PROSYNEO HA  eingesetzte Kombination aus Prebiotika und Probiotika in der Lage ist, die Besiedelung des Darms mit positiven Bifidobakterien, die bei kaiserschnittentbundenen Kindern häufig drastisch verzögert ist, zu beschleunigen. Zudem traten bei den Kindern, die eine synbiotische Nahrung bekamen, seltener Hautsymptome sowie atopische Dermatitis auf (siehe Abbildung 1; Chua, et al. 2017).

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Darmflora eines gesunden Kindes ohne Allergie: Eine ausgeglichene Darmflora mit überwiegend nützlichen Mikroorganismen, wie z.B. Bifidobakterien, ist meist mit einer gesunden Immunfunktion verbunden.

Positive Stellungnahme der WAO

Aufgrund der Zunahme an aussagekräftigen Studienergebnissen werden in der Leitlinienkommission der World Allergy Organisation (WAO) sowohl Prebiotika als auch Probiotika zur Allergieprävention für nicht ausschließlich gestillte Säuglinge mit erhöhtem Allergierisiko vorgeschlagen (Cuello-Garcia, et al. 2016, Fiocchi, et al. 2015).

Die Studienergebnisse zum neuen Konzept aus Prebiotika und Probiotika (SYNEO™) zeigen, dass diese synbiotische Nahrung, die die Darmflora ins Gleichgewicht bringt, die Entwicklung eines gesunden Immunsystems fördert und so das Allergierisiko reduziert.