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Wertvolle Nährstoffe für das Immunsystem

Die Vitamine A, C und D, Prebiotika, Pro- und Postbiotika, aber auch Omega-3- & -6-Fettsäuren (LCP) und Nukleotide leisten einen wichtigen Beitrag u. a. bei der gesunden Entwicklung des Immunsystems.

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems. Bereits während der Schwangerschaft kann eine unzureichende Nährstoffversorgung der Mutter die Entwicklung des Immunsystems negativ beeinflussen.(1)

Relevanz der Vitamine A, C und D


Die Vitamine A, C und D tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und sind per Gesetz in Säuglingsnahrungen enthalten. Vitamin D besitzt immunologische Effekte und könnte eine Rolle bei der Prävention allergischer Erkrankungen spielen. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die mütterliche Vitamin D-Zufuhr über die Nahrung während der Schwangerschaft negativ mit dem Auftreten von Asthma und allergischer Rhinitis im Kindesalter assoziiert ist.(2)

Relevanz unverdaulicher Ballaststoffe


Gestillte Kinder haben eine Darmflora, die von Bifidusbakterien dominiert wird. Deren Wachstum wird durch besondere, unverdauliche Kohlenhydrate der Muttermilch gefördert (Muttermilch-Oligosaccharide).

Der Stoffwechsel dieser Bifidusbakterien hat zur Folge, dass die Umgebung der Bakterien saurer wird, der pHWert im Darm sinkt. Potentielle pathogene Keime werden dadurch in ihrem Wachstum gehemmt. Um ähnliche positive Effekte auch für nicht gestillte Kinder zu erreichen, zielt die Forschung darauf ab, die Versorgung mit entsprechenden Ballaststoffen für flaschenernährte Kinder sicherzustellen.

Durch unsere über 40-jährige Muttermilchforschung haben wir (Milupa Nutricia) eine patentierte Ballaststoffmischung GOS/FOS* entwickelt, die die Funktionalität der Muttermilch-Oligosaccharide nachahmt. Diese spezielle Kombination aus 90 Prozent kurzkettigen Galacto-Oligosacchariden (GOS) und 10 Prozent langkettigen Fructo-Oligosacchariden (FOS) ähnelt Muttermilch-Oligosacchariden in ihrer Molekulargröße sowie -verteilung. (1,2) Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bei Gabe von Säuglingsnahrungen mit der patentierten Ballaststoffmischung aus GOS/FOS im Verhältnis 9:1 die Darmflora der gestillter Kinder ähnelt. (3,4,5,6,7) Keine andere Säuglingsnahrung außer Aptamil liefert kurzkettige und langkettige Oligosaccharide im Verhältnis 9:1 (GOS/FOS).

Bakterielle Darmbesiedelung im Vergleich.jpg

Relevanz der Probiotika


Probiotika sind definiert als nützliche Mikroorganismen (Bifidobakterien), die sich im Darm ansiedeln. Über die Bildung einer gesunden Darmflora könne diese das Immunsystem positiv beeinflussen.(8) Nicht alle Probiotika sind gleich – es gibt wichtige Unterschiede. Ihre positive Wirkung hängt vom eingesetzten Bakterienstamm ab und sollte durch Studien gezeigt worden sein,

Bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko tritt häufig eine Dysbiose, also eine unausgeglichene Darmflora mit weniger Bifidobakterien auf. Insbesondere Kinder, die per Kaiserschnitt geboren wurden oder eine Antbiotikabehandlung erhalten haben, weisen nachweislich eine Dysbiose auf. Spezielle Keime bringen die Darmflora wieder ins Gleichgewicht und haben zusätzlich positive Effekte auf das Immunsystem.(9) Dabei kommt es auf den richtigen Keim an.

Bifidusbakterium breve ist das häufigste Bifidobakterium in der Muttermilch und im Darm von gesunden, vaginal entbundenen, gestillten Säuglingen.(10) B. breve besitzt im Vergleich zu 400 anderen probiotischen Bakterien die effektivsten anti­allergischen Eigenschaften.(11, 12)

 

Eine synbiotische Säuglingsnahrung kann nachweislich die Häufigkeit von allergischen Symptomen um 53% und die Häufigkeit atopischer Dermatitis um 72% reduzieren sowie die Anzahl der positiven Bakterien im Darm erhöhen und die Darmflora ins Gleichgewicht bringen.(13, 14) 

Relevanz der Postbiotika


Postbiotika werden auf natürliche Weise von Bakterien, wie Milchsäurebakterien, hergestellt. Es handelt sich um bioaktive Stoffwechselprodukte mit positiven Eigenschaften für den Darm. Dazu gehören kurzkettige Fettsäuren, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Molekülkomplexe und Zellwandbestandteile.(15)

Auch Muttermilch enthält geringe Mengen an Bakterien, die Stoffwechsel betreiben. Dabei produzieren sie bioaktive Stoffe wie kurzkettige Fettsäuren, die nachweislich positive Eigenschaften besitzen, wie z. B. Re­ duktion des Wachstums von pathogenen Keimen.(16, 17)

Durch einen besonderen Herstellungsprozess ist es jetzt möglich auch modernen Säuglingsnahrungen Postbiotika hinzuzufügen. Dazu werden der Säuglingsnahrung zunächst Milchsäurebakterien hinzugefügt, die dann in einem kontrollierten Fermentationsprozess Laktose verstoffwechseln und Postbiotika produzieren. Die Kombination von Pre- und Postbiotika zeigt in Studien einen positiven Einfluss auf Darm­ und Immunparameter, höhere Bifidobakterien­Gehalte, reduzierte Mengen an pathogenen
Bakterien und höhere IgA­Werte.(18, 19) Ein altersgerechtes Wachstum und eine Stuhlkonsistenz, die der von gestillten Säuglingen ähnelt, sind ebenfalls nachgewiesen.(20, 21)


Relevanz der Omega-3- & -6-Fettsäuren (LCP)


LCP sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die auch in Muttermilch vorkommen und Bausteine in allen Membranen des menschlichen Körpers sind. Darunter haben die DHA – eine Omega-3-Fettsäure – und die AA – eine Omega-6-Fettsäure – den mengenmäßig größten Anteil in Muttermilch.(22) Sie sind besonders in den ersten Lebensmonaten wichtig, da sie von Säuglingen noch nicht ausreichend selbst gebildet werden können.(23)

Es ist bekannt, dass DHA und AA in der Perinatalzeit vermehrt in die Membranen des Gehirns, des Nervensystems und der Netzhaut eingebaut werden und somit wichtig für die kognitive Entwicklung und das Sehvermögen sind.(23)

Doch auch die Lipide in Immunzellen enthalten Omega-3- & -6-Fettsäuren. Daher nimmt man an, dass ihnen auch eine Schlüsselrolle für Immunzellen zukommt.

Eine Studie(24) mit Säuglingen im Alter von 2 Wochen weist darauf hin, dass LCP die Reifung und Funktion von Lymphozyten beeinflussen, die einen wichtigen Teil des Immunsystems darstellen. Babys, die eine Säuglingsnahrung mit LCP erhielten, unterschieden sich in ihrer Immunzellverteilung und in ihrem Zytokinprofil nicht von Säuglingen, die mit Muttermilch ernährt wurden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die frühkindliche Ernährung sowohl das Vorhandensein bestimmter Zelltypen als auch die Funktion der Immunzellen beeinflusst. Da viele Krankheiten eine starke immunologische Komponente haben, können diese Immunveränderungen von Bedeutung für den sich entwickelnden Säugling sein.(24)

Relevanz der Nukleotide


Nukleotide sind strukturelle Komponenten der Nukleinsäuren (DNA und RNA). Nukleotide werden für Wachstum und Entwicklung benötigt. Neben der Eigensynthese können Nukleotide auch über die Nahrung aufgenommen werden. Die in der Muttermilch enthaltenen Nukleotide sind daher in Phasen raschen Wachstums besonders wichtig für die Entwicklung des Babys.(25)

Neuere Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass Nukleotide das Immunsystem stimulieren(26,27,28), die LCP-Bildung positiv beeinflussen(29) und an der Reifung des kindlichen Verdauungstrakts beteiligt sind(25,27).

Aptamil Säuglingsnahrungen enthalten die maximale Menge an Nukleotiden – lt. Gesetz.

Quellen

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B. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2222.2009.03234.x/full

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