Mutter mit Baby bei der Rückbildungsgymnastik

Die Rückbildung hängt von zahlreichen Faktoren ab

Durch Geburt und Schwangerschaft werden Gebärmutter, Beckenboden und die Bauchmuskulatur stark beansprucht. Viele Frauen haben in der ersten Zeit nach der Geburt daher Probleme, beim Niesen, Lachen oder Husten den Harndrang zurückzuhalten. Nach dem Wochenbett ist es daher an der Zeit, mit Rückbildungsgymnastik zu beginnen, um den Beckenboden und die Bauchmuskulatur wieder zu stärken.


Als Schwangerschaftsrückbildung bezeichnet man aber nicht nur die Rückbildung von Bauchdecke und Beckenbodenmuskulatur, sondern auch von Gebärmutter, Vaginalkanal, Vagina und Hormonhaushalt.

Wie die Rückbildung abläuft, ist von Frau zu Frau individuell verschieden, abhängig vom Lebensalter und körperlichen Anlagen wie des Bindegewebes, der Muskeln und der Knochen. [1] Unterstützend zur Rückbildung wirken aktives Stillen und körperliche Eigeninitiative wie Rückbildungsgymnastik und sonstige sportliche Aktivitäten. Die sogenannten Nachwehen, Kontraktionen der Gebärmutter, die die Wunden zusammenziehen und den Wochenfluss anregen, unterstützen ebenfalls die Rückbildung. Die Nachwehen werden unter anderem durch das Hormon Oxytocin ausgelöst, das auch den Milchfluss anregt. Oxytocin wird aber nur ausgeschüttet, wenn die Mutter stillt.

Vollständig abgeschlossen ist die Rückbildung erst nach dem Wochenbett, also nach sechs bis acht Wochen.

Vollständig abgeschlossen ist die Rückbildung erst nach dem Wochenbett, also nach sechs bis acht Wochen. Dann erst sind alle regulären Wunden, wie etwa die, die die Plazenta hinterlassen hat, abgeheilt. In einigen Fällen, wie bei Vielgebärenden, Mehrlingsschwangerschaften, Kaiserschnitt oder nicht stillenden Müttern, kann die Rückbildung auch etwas länger benötigen. [1]

Quellen
  1. Heller, A (2002) Nach der Geburt – Wochenbett und Rückbildung. Georg Thieme Verlag

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