Muttermilch ist das Beste für das Kind

Das Beste für das Kind: Die erste Milch der Mutter


In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Muttermilch besonders wertvoll für das Baby. Die Brustdrüsen der Mutter bilden direkt nach der Geburt und bereits vor dem eigentlichen Milcheinschuss (drei- bis vier Tage nach der Geburt) eine Vormilch, das sogenannte Kolostrum. Dieses ist besonders reichhaltig und enthält spezielle Antikörper, die das Immunsystem von Neu- und besonders Frühgeborenen vor bestimmten Infektionskrankheiten schützen.1 Deshalb wird diese Milch auch als „erste Impfung“ für das Baby bezeichnet.

Forscher fanden heraus, dass das Kolostrum sogar noch nach dem Abstillen Vorteile für Kind und Mutter bietet: Neben einem geringeren Risiko für das Baby an Asthma oder Diabetes zu erkranken, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für Leukämie im Kindesalter oder dem plötzlichen Kindstod.2    
Diese Art der Säuglingsernährung soll unter anderem auch die Gehirnentwicklung fördern.3 Positive Effekte ergeben sich beim Stillen auch für die Mütter. Sie erkranken nachweislich weniger häufig an Brust- oder Eierstockkrebs.2

Um Neugeborenen das zu geben, was sie in ihren ersten Lebenstagen benötigen, empfiehlt die American Academy of Pediatrics und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Babys nach der Geburt ausschließlich mit Muttermilch zu stillen. Anschließend kann das Stillen als zusätzliche Nahrungsquelle genutzt werden – solange wie es Kind und Mutter möchten.3

Quellen
  1. Duijts L, Jaddoe VW, Hofman A, Moll HA. Prolonged and exclusive breastfeeding reduces the risk of infectious diseases in infancy. Pediatrics. 2010;126(1):e18–25.
  2. Ip S, Chung M, Raman G, Chew P, Magula N, DeVine D, et al. Breastfeeding and maternal and infant health outcomes in developed countries. Evid Rep Technol Assess. 2007;153:1–186.
  3. Gartner LM, Morton J, Lawrence RA, Naylor AJ, O’Hare D, Schanler RJ, et al. Breastfeeding and the use of human milk. Pediatrics. 2012;129:e827–41    

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