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Senkt Stillen das Risiko, an Multiple Sklerose zu erkranken?


Stillen hat nicht nur Vorteile für die Entwicklung des Neugeborenen. Die Mütter profitieren dabei zum Beispiel von einem verminderten Risiko für Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Brust- und Eierstockkrebs.1 Eine Forschergruppe um Dr. Langer-Gould fand jetzt heraus, dass sich auch das Risiko an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken um 53 Prozent verringerte, wenn Mütter länger als 15 Monate stillten.2 Bei den 830 untersuchten Frauen war es dabei unerheblich, ob sich die Stilldauer auf ein oder mehrere Schwangerschaften aufteilte. Im Gegensatz zum Stillen, korrelierte weder die Anzahl der Schwangerschaften, noch das Alter bei der Erstgeburt mit einem verringerten Risiko für eine MS-Erkrankung.2

Bisher konnten die Wissenschaftler noch nicht beweisen, dass das Stillen direkt für das niedrigere MS-Risiko verantwortlich ist.2 Andere Studien stützen aber den möglichen Zusammenhang. Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass Stillen das Risiko für Schübe der neurologischen Erkrankung bei MS-Patientinnen nach der Geburt senkt.3

Quellen
  1. Hoddinott P, Tappin D, Wright C (2008) Breastfeeding. BMJ 336:881-887
  2. Langer-Gould A, et al. (2017) Breastfeeding, ovulatory years, and risk of multiple sclerosis. Neurology 89(6):563-569
  3. Hellwig K, et al. (2015) Exclusive breastfeeding and the effect on postpartum relapses in women with multiple sclerosis. JAMA Neurol. 72:1132-1138

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