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Stillende Mütter sind empfänglicher für Freude


Stillen ist nicht nur gesund für das Baby und stärkt die Mutter-Kind-Beziehung, sondern hat auch positive Effekte auf die Mutter. Wie das Stillen die Empfänglichkeit für positive und negative Emotionen verändert, können Sie in diesem Beitrag lesen.

Psychologische Tests mit stillenden Müttern deuten darauf hin, dass Stillen einerseits empfänglicher für positive emotionale Signale wie Freude macht, andererseits aber die Empfindlichkeit gegenüber aggressiven Signalen von Ärger reduziert.

Psychologen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie des University College London und der University of Virginia, USA, untersuchten, wie schnell und genau stillende Mütter verschiedene Emotionen erkennen. Dafür wurden 62 Mütter zu ihrem Stillverhalten befragt und anschließend mit Gesichtsausdrücken auf einem Bildschirm konfrontiert, die sich innerhalb von drei Sekunden aus einem neutralen in einen Ausdruck von entweder Ärger, Freude, Angst, Traurigkeit oder Ekel verwandelten. Sobald die Mütter die Emotionsveränderung im Gesicht erkannten, sollten sie eine entsprechende Taste drücken.

Die Forscher fanden heraus, dass eine längere Stilldauer mit schnellerer Erkennung von Freude zusammenhängt und häufigere Stillmahlzeiten pro Tag mit einer langsameren Erkennung von Ärger. Verantwortlich für diese „glücksfördernde“, selektive Wahrnehmung, so die Autoren, sei wahrscheinlich das Hormon Oxytocin, das beim Stillen vermehrt ausgeschüttet wird.

Quellen

Krol KM, et al. (2014) Breastfeeding experience differentially impacts recognition of happiness and anger in mothers. Sci Rep 4: 7006. doi:10.1038/srep07006.

Originalarbeit unter: http://www.nature.com/srep/2014/141112/srep07006/pdf/srep07006.pdf

Weitere Informationen zum Thema Stillen und zur Muttermilchforschung finden Sie auch im Nutricia Forum Muttermilchforschung.

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