Frau steht auf einer Waage

Übergewicht und Kinderwunsch – Gewichtsreduktion möglichst vor der Schwangerschaft


 

Nicht nur Adipositas, sondern bereits Übergewicht (Body Mass Index [BMI]: 25-29,9) erhöht das Risiko für Fehlbildungen bei Neugeborenen wie Herzfehlern oder neuronalen Defekten. Dies zeigt das Ergebnis einer aktuellen schwedischen Studie. [ 1 ]

Da die Organogenese in den ersten Wochen der Schwangerschaft erfolgt, ist eine Gewichtsreduktion während der Gravidität nicht risikominimierend. Vielmehr ist es wichtig, übergewichtigen und adipösen Frauen bereits bei bestehendem Kinderwunsch dazu zu raten, abzunehmen.

Eine mögliche Brücke zu diesem sehr persönlichen Thema ist die Tatsache, dass Übergewicht und Adipositas die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen können. Der Hinweis auf die Erhöhung der Chancen einer Schwangerschaft durch eine Gewichtsreduktion kann daher helfen, das sensible Thema in der Praxis anzusprechen.

Quellen
  1. Persson M, et al. (2017) Risk of major congenital malformations in relation to maternal overweight and obesity severity: cohort study of 1.2 million singletons. BMJ 357:j2563.

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