Schwangerschaft Yoga

Yoga – Der Geheimtipp bei Risikoschwangerschaften?


Yoga ist im Trend – und das seit Jahren. Die indische Lehre, die sowohl körperliche als auch geistige Ertüchtigung umfasst, wird längst nicht mehr nur von gestressten Städtern, Esoterikern oder Alternativen betrieben – und das aus gutem Grund: Denn Yoga hat nachweislich positive Effekte auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Bei Suchterkrankungen, der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, COPD und vielen weiteren Krankheiten hat sich Yoga als therapeutische Begleitmaßnahme bewährt. 

Auch bei Risikoschwangerschaften soll Yoga positive Effekte auf Mutter und Kind haben. Eine randomisierte Studie untersuchte dazu 59 Frauen mit verschiedenen Risikofaktoren, 27 von ihnen erhielten zwischen der 13. und 28. Schwangerschaftswoche neben der Standardversorgung drei Yoga-Stunden pro Woche, während die 32 Probandinnen in der Kontrollgruppe jeweils morgens und abends eine halbe Stunde spazieren gingen.1

Das Ergebnis: Es zeigten sich signifikante Verbesserungen beim biparietalen Durchmesser, beim fötalen Kopfumfang, der Femurlänge und beim fötalen Schätzgewicht. Der Widerstand der Nabelschnurarterie und der mittleren Gehirnschlagader war signifikant geringer. In Woche 28 zeigten sich in der Yoga-Gruppe zudem signifikante Verbesserungen bei der utero-fötalen Plazentadurchblutung.

Yoga ist zudem entspannend, kann Ängsten bezüglich der Schwangerschaft und der Geburt entgegenwirken und einen positiven Einfluss auf das Immunsystem nehmen.2 3

Quellen

1. Rakhshani A, et al. (2015) Effects of yoga on utero-fetal-placental circulation in high-risk pregnancy: a randomized controlled trial. Adv Prev Med 2015:373041.

2. Chen PJ, et al. (2017) Effects of prenatal yoga on women's stress and immune function across pregnancy: A randomized controlled trial. Complement Ther Med Apr;31:109-117.

3. Stoll K, et al. (2018) A systematic review of nonpharmacological prenatal interventions for pregnancy-specific anxiety and fear of childbirth. Birth Mar;45(1):7-18.    

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